So funktioniert die Berechnung
Der Zaunrechner zieht die Toröffnungen von der Gesamtzaunlänge ab und teilt dann die verbleibende Länge durch die Feldbreite, um die benötigte Feldanzahl zu ermitteln. Die Pfosten werden als Felder + 1 berechnet (ein Pfosten zwischen jedem Feld, plus einer an jedem Ende), mit Extrapfosten für Toröffnungen.
Querriegel — die horizontalen Elemente, die die Zaunfelder halten — werden mit 2 pro Feld für Zäune unter 1,5 m und 3 pro Feld für höhere Zäune geschätzt, die die zusätzliche Steifigkeit benötigen.
Jedes Pfostenloch braucht Beton zur Befestigung. Der Rechner schätzt einen Sack pro Pfosten, was für die meisten Wohnpfostenlöcher ausreicht (üblicherweise 25 cm Durchmesser, 60 cm Tiefe).
Häufige Fehler vermeiden
- Grundstücksgrenzen nicht prüfen. Zäune, die auch nur wenige Zentimeter über die Grundstücksgrenze gebaut werden, können zu kostspieligen Streitigkeiten führen. Besorge einen Vermessungsplan oder bestätige die Grenzen mit deinem Nachbarn, bevor du baust.
- Gefälle ignorieren. Bei abschüssigem Gelände muss man sich zwischen einem Stufenzaun (jedes Feld auf einer anderen Höhe) und einem Gefällezaun (dem Gelände folgend) entscheiden. Beide Ansätze beeinflussen den Pfostenabstand.
- Pfostenlöcher zu flach. Pfosten sollten mindestens ein Drittel der Gesamtzaunhöhe tief eingesetzt werden, plus 15 cm für eine Kiesdrainageschicht. Ein 1,8 m hoher Zaun braucht Löcher von ca. 75 cm Tiefe.
- Torbeschläge vergessen. Scharniere, Riegel und Torrahmen sind nicht in der Feldzählung enthalten. Plane die Torbeschläge separat und bestimme die Torbreite, bevor du Zaunfelder bestellst.
Rechenbeispiel
Ein 30 m langer Zaun, 1,8 m hoch, mit 1,8 m breiten Feldern und 1 Tor.
Schritt 1 — Toröffnung: 30 − 1 m (Toröffnung) = 29 m Zaun.
Schritt 2 — Felder: 29 ÷ 1,8 = 17 Felder (aufgerundet von 16,1).
Schritt 3 — Pfosten: 17 + 1 + 1 (extra für das Tor) = 19 Pfosten.
Schritt 4 — Querriegel: 17 × 3 (hoher Zaun) = 51 Querriegel.
Schritt 5 — Beton: 19 Säcke (einer pro Pfostenloch).